Eingesetzte Techniken und Schnittstellen
Web SARA wird unter Verwendung von ASP.NET Core und Angular 2+ (PAUL) entwickelt. Alle Schnittstellen werden regelmäßig aktualisiert, um potenzielle Sicherheitslücken zu minimieren.
Serverstandorte
Unsere Serverstandorte:
Sämtliche Server, die von uns genutzt und für die Anwendungen zur Verfügung gestellt werden, liegen ausschließlich in Deutschland bei unseren Dienstleistern (Freiburg, Nürnberg oder Falkenstein). Die Standorte sind jeweils gemäß ISO 27001 zertifiziert.
PAUL:
Die Datenbanken von PAUL werden auf einem PostgreSQL-Server betrieben (Nürnberg).
Web SARA
Datenbanken:
Die Datenbanken im Testbetrieb werden auf einem MS-SQL-Server betrieben (Nürnberg).
Die Datenbanken im Produktivbetrieb (bei Kauf) werden auf einem MS-SQL-Server betrieben (Nürnberg, Falkenstein).
Anwendung:
Die Anwendung von Web SARA wird je nach Bedarf in einem von unseren Dienstleistern betriebenen Rechenzentrum gehostet.
Dienstleister:
Alle externen Dienstleister, die Rechenzentren verwalten bzw. bereitstellen, sind ebenfalls nach ISO 27001 zertifiziert (Netcup und Hetzner).
Verschlüsselungen
Die Datenübertragung zwischen Browser und Web SARA ist per TLS (HTTPS) verschlüsselt. Unterstützt werden TLS 1.2 und TLS 1.3; ältere Protokollversionen sind deaktiviert. Das Serverzertifikat nutzt einen RSA-Schlüssel mit 2048 Bit und eine SHA-256-Signatur und stammt von einer öffentlich anerkannten Zertifizierungsstelle. Passwörter werden nicht im Klartext, sondern als bcrypt-Hash gespeichert. Datenbankverbindungen und Sitzungstoken werden mit AES verschlüsselt. Zusätzlich sind die Systeme durch Firewalls geschützt.
Backups
Es werden täglich, wöchentlich sowie monatlich Datenbackups erzeugt. Die Sicherungskopien werden separat aufbewahrt.
Backups – Zeitfenster und gesicherte Übertragung
Die Backups werden ausschließlich in einem kurzen, festgelegten Zeitfenster in der Nacht erstellt. Nach Abschluss der Datensicherung werden die Backup-Server/Systeme automatisch vom Netzwerk getrennt und sind somit nicht mehr erreichbar. Die Übertragung der Daten erfolgt dabei über eine sichere, verschlüsselte Kommunikationsverbindung.
Physische und logische Isolation:
Die Sicherungskopien werden in separaten, isolierten Speichersystemen aufbewahrt, die nicht direkt mit dem primären Produktionssystem verbunden sind. Diese Trennung minimiert das Risiko, dass Angreifer, die in das Hauptsystem eindringen, auch auf die Backups zugreifen können.
Zugänge und Passwörter
Jeder Zugang ist durch ein persönliches Passwort geschützt und ermöglicht ausschließlich den Zugriff auf die Datenbestände des jeweiligen Kunden. Passwörter werden nicht im Klartext, sondern als bcrypt-Hash gespeichert. Es gelten Komplexitätsanforderungen; Mindestlänge, Zeichengruppen und Gültigkeitsdauer sind pro Kunde konfigurierbar. Die Anmeldung ist alternativ per Single Sign-On (OpenID Connect) möglich. Zusätzlich kann eine Zwei-Faktor-Authentifizierung per E-Mail-Code aktiviert werden. Ein unbeabsichtigter Zugriff eines Kunden auf eine andere Datenbank ist ausgeschlossen.
Zugriffskontrolle
Die Webanwendung verfügt über ein umfassendes Berechtigungskonzept, das es ermöglicht, verschiedenen Benutzern unterschiedliche Lese- und Schreibrechte zuzuweisen. Diese Berechtigungen können jederzeit flexibel angepasst werden.
Umgang mit Daten nach Kündigung
Nach Ablauf der jeweiligen Lizenz beziehungsweise nach Vertragsende werden die bei uns gespeicherten Daten grundsätzlich für ein Jahr aufbewahrt und anschließend gelöscht. Auf Kundenwunsch kann die Löschung auch kundenspezifisch oder zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen.
Zusätzlich bieten wir nach Vertragsende die Möglichkeit, die Daten kostenlos in Form von CSV-Dateien oder SQL-kompatiblen Datenbank-Dateien zur Verfügung zu stellen. Sofern erforderlich, können zusätzlich Dateien wie PDF-Dokumente, Bilder oder sonstige Anhänge bereitgestellt werden.
Die Bereitstellung der Daten erfolgt als passwortgeschützte ZIP-Datei per Downloadlink, der für einen Monat gültig ist. Alternativ können die Daten auch über ein vom Kunden bereitgestelltes System ausgetauscht werden. Sofern die Daten als passwortgeschützte ZIP-Datei bereitgestellt werden, erfolgt die Übermittlung des Passworts separat.
Der Kunde wird nach Bereitstellung der Exportdaten um eine kurze Bestätigung gebeten, dass die Daten erfolgreich erhalten und heruntergeladen werden konnten.
Nach Ablauf der jeweiligen Lizenz beziehungsweise nach Vertragsende werden die kundenspezifischen Zugänge gesperrt und der Zugriff auf die Web-SARA-Anwendungen deaktiviert.
(DSGVO) Technisch-organisatorische Maßnahmen
Vertraulichkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
Zutrittskontrolle: Kein unbefugter Zutritt zu Datenverarbeitungsanlagen: Schlüssel / Schlüsselvergabe
Zugangskontrolle: Keine unbefugte Systembenutzung: Kennwortverfahren (u. a. Sonderzeichen, Mindestlänge, regelmäßiger Wechsel des Kennworts); Einrichtung eines Benutzerstammsatzes pro User; automatische Gerätesperre nach maximal 5 Fehlanmeldungen; automatischer Logout nach 10 Minuten Inaktivität
Zugriffskontrolle: Kein unbefugtes Lesen, Kopieren, Verändern oder Entfernen innerhalb des Systems: Differenzierte Berechtigungen (Profile, Rollen, Transaktionen und Objekte)
Trennungskontrolle: Getrennte Verarbeitung von Daten, die zu unterschiedlichen Zwecken erhoben wurden. Sowie einzelne Datenbanken für unterschiedliche Daten und Kunden.
Integrität (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
Weitergabekontrolle: Kein unbefugtes Lesen, Kopieren, Verändern oder Entfernen bei elektronischer Übertragung oder Transport: Verschlüsselung der Übertragung (HTTPS/TLS 1.2 oder höher), Protokollierung inklusive fehlgeschlagener Zugriffsversuche.
Eingabekontrolle: Erfassung, ob und von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind: Protokollierung, Dokumentenmanagement
Verfügbarkeit und Belastbarkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
Verfügbarkeitskontrolle: Schutz gegen zufällige oder mutwillige Zerstörung bzw. Verlust: Backup-Strategie, unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Virenschutz, Firewall, Meldewege und Notfallpläne
Rasche Wiederherstellbarkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. c DSGVO)
Standort der unternehmenseigenen Server und des Rechenzentrums befinden sich in Deutschland
Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung (Art. 32 Abs. 1 lit. d DSGVO; Art. 25 Abs. 1 DSGVO)
Datenschutz-Management
Datenschutz ist Teil des Informationssicherheits-Managementsystems. Regelungen zu Vertraulichkeit, Datengeheimnis, Informationsklassifizierung, Löschung, Schulung, Auftragsverarbeitern und regelmäßiger Überprüfung sind in der IT-Richtlinie beschrieben. Das Vorgehen bei Datenschutzverletzungen, einschließlich der Meldung nach Art. 33 und 34 DSGVO, ist im Notfallhandbuch geregelt.
Incident-Response-Management
Sicherheitsvorfälle werden von Mitarbeitenden unverzüglich in Web SARA gemeldet und von der Geschäftsleitung bewertet (IT-Richtlinie, Kapitel „Verhalten bei Sicherheitsvorfällen“). Das Vorgehen von der Erstbewertung über Sofortmaßnahmen und Wiederanlauf bis zur Nachbereitung sowie die Handlungspläne für typische Szenarien sind im IT-Notfallhandbuch beschrieben.
Datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 Abs. 2 DSGVO)
Auftragskontrolle: Keine Auftragsdatenverarbeitung im Sinne von Art. 28 DSGVO ohne entsprechende Weisung des Auftraggebers, z. B.: Eindeutige Vertragsgestaltung, formalisiertes Auftragsmanagement, strenge Auswahl des Dienstleisters, Vorabüberzeugungspflicht, Nachkontrollen.