Betriebliches Gesundheitsmanagement wirkt am besten, wenn es nicht als Sammlung einzelner Gesundheitsangebote verstanden wird, sondern mit Personal- und Organisationsentwicklung zusammenspielt. Der Vortrag „Betriebliches Gesundheitsmanagement aus der Sicht des Personalentwicklers” von Raimund Huber (gehalten im März 2018 in einer QUMsult-Veranstaltung) zeigt diesen Blickwinkel. Die Folien stehen unten zum Download bereit.
Worum es geht
Der Vortrag verbindet betriebliche Praxis mit zwei bewährten Modellen:
- Haus der Arbeitsfähigkeit (nach Juhani Ilmarinen): Arbeitsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel von Gesundheit, Kompetenz, Werten und Arbeitsbedingungen. Betriebliche Konzepte zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit setzen deshalb auf vier Ebenen an: Gesundheitsmanagement, Kompetenzentwicklung, Unternehmenskultur und Organisationsentwicklung.
- Salutogenese und Kohärenzsinn (nach Aaron Antonovsky): Nicht die Belastung selbst entscheidet über die Folgen, sondern ihre Verarbeitung. Der Kohärenzsinn hat drei Bestandteile: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit. Daraus leiten sich konkrete Fragen für Führungskräfte ab, etwa: Verfügen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die notwendigen Ressourcen? Ist der Sinn der Aufgabe erkennbar?
Außerdem stellt der Vortrag typische Belastungen (Zeitdruck, Informationsflut, ständige Veränderung, Entgrenzung) den Ressourcen gegenüber, die Unternehmen stärken können, von Entscheidungsfreiheit und Fehlertoleranz bis zu Anerkennung und Lebensbalance.
Die Vortragsfolien finden Sie unten im Bereich Downloads.
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