Die DIN ISO 45001 führt erstmals den traditionellen Arbeitsschutz und das betriebliche Gesundheitsmanagement zusammen. Damit bietet die Norm all jenen Organisationen einen guten Einstieg, die diese Themen noch nicht systematisch umsetzen.
Ein Managementsystem für zwei Handlungsfelder
Bislang wurden Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement häufig getrennt betrachtet. Die ISO 45001 verbindet beide Felder in einer Norm und gibt Organisationen einen Rahmen, um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz systematisch zu steuern.
Integration in bestehende Systeme
Besonders schlank gelingt der Einstieg dort, wo bereits ein Managementsystem besteht: Unternehmen, die schon ein Managementsystem nach ISO 9001 und/oder ISO 14001 eingerichtet haben, können den Aspekt Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz mit relativ geringem Aufwand integrieren.
Neuer Leitfaden für den Arbeitsschutz: ISO/PAS 45005
Die ISO/PAS 45005 „Occupational health and safety management – General guidelines for safe working during the COVID-19 pandemic” basiert auf der „BSI Safe Working Guidance”. Der internationale Leitfaden liefert praktische Hinweise, um geeignete Maßnahmen im Unternehmen zu planen, durchzuführen und zu überprüfen.
Er ist für alle Branchen und Unternehmensgrößen geeignet. Organisationen sollen befähigt werden, schnell und flexibel auf sich verändernde Situationen zu reagieren und den Gesundheitsschutz zu verbessern. Für Organisationen, die bereits ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001 eingerichtet haben, ist die Umsetzung besonders einfach.