Über 80 Prozent der Beschäftigten in Vollzeit in Deutschland wünschen sich eine 4-Tage-Woche. Das zeigt die Studie „4-Tage-Woche: Vorteile für Beschäftigte und betriebliche Voraussetzungen für verkürzte Arbeitszeiten”. Damit die Arbeitszeitreduktion tatsächlich Vorteile bringt, müssen Betriebe jedoch ihre Arbeitsorganisation anpassen.
Was sich Beschäftigte von der 4-Tage-Woche erhoffen
Der Hauptgrund für 97 Prozent der Befragten ist, mehr Zeit für sich selbst zu haben. Weitere Gründe sind vor allem:
- „mehr Zeit für die Familie” (89 Prozent),
- „mehr Zeit für Hobbies, Sport, Ehrenamt” (87 Prozent),
- „um die Arbeitsbelastung zu verringern” (75 Prozent).
Welche betrieblichen Voraussetzungen die Umsetzung erfordert
Für das Gelingen der 4-Tage-Woche stellt die Studie klar, dass arbeitsorganisatorische Strukturen angepasst werden müssen. Denn wenn Arbeitsmenge, Arbeitsabläufe und Erreichbarkeit unverändert bleiben, werden die Vorteile der Arbeitszeitreduktion nicht wirksam - mit möglichen negativen Folgen für die Arbeitsmotivation und das Sinnerleben der Beschäftigten.
Verbindliche Vertretungsregelungen, mehr Personal, eine angepasste Arbeitsorganisation, zum Beispiel Erreichbarkeitsregeln im Kundenkontakt, und eine verringerte Arbeitsmenge ermöglichen dagegen die Umsetzung einer 4-Tage-Woche.