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Ausgabestand:
ISO 14001:2004

ISO 9001:2008

 
Six Sigma - die Null-Fehler Strategie

In den 80-er Jahren bei Motorola zum ersten Mal angewendet, über Kodak, IBM und ABB weiter entwickelt, schließlich durch Jack Welch bei General Electric zum Durchbruch gekommen: neu ist diese Methode des Qualitätsmanagements eigentlich nicht und doch wird sogar in der FAZ von einer "Zauberformel" gesprochen. Was verbirgt sich hinter dem zunächst etwas kryptisch anmutenden Begriff? Der griechische Buchstabe Sigma wird als statistische Maßzahl verwendet und in der Theorie ist das Ziel von Six Sigma erreicht, wenn bei einer Million Möglichkeiten nur noch 3,4 Fehler auftreten. Dies entspricht einer Fehlerquote von 0,0003 Prozent. Vor diesem theoretischen Hintergrund wurde eine stark formalisierte, systematische und ergebnisorientierte Methodik entwickelt, die den Unternehmen helfen soll, ihre verdeckten Fehlleistungskosten aufzuspüren und zu eliminieren.

Eisberg der verdeckten Fehlleistungen

DMAIC

Die Six Sigma Betrachtungsweise setzt am Ende einer Produktionskette an, bei den Kundenanforderungen. Diese bestimmen die Produkteigenschaften, den Prozessoutput. Dadurch wird wiederum die Gestaltung der Prozesse, die zum Produkt führt bestimmt, was zu den notwendigen Prozessinputs führt. Am Anfang der Kette stehen dann die Zulieferer, die den notwendigen Input liefern. Nach den englischen Initialen der einzelnen Kettenglieder wird diese Betrachtungsweise mit SIPOC abgekürzt.

SIPOC

Für diese Methode werden Mitarbeiter zu sogenannten Green- und Blackbelts ausgebildet. Die Entleihung der Bezeichnung aus dem Kampfsport ist natürlich nicht zufällig, schließlich sollen diese Kämpfer den Fehlern solange zu Leibe rücken, bis sie nicht mehr messbar sind. Die Investition in die Fortbildung zahlt sich aus: bei Motorola beispielsweise werden für jedes Six Sigma Projekt Einsparungen von mindestens 300.000 US$ erwartet - und offenbar auch erreicht.
Auch wenn am Ende eines Projektes also nicht sechs, sondern "nur" vier oder fünf Sigma erreicht werden, dürfte sich die Investition gelohnt haben, denn die Fehlerrate liegt dann immer noch unter einem Prozent!

 

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